Eine Stimmstörung liegt meist dann vor, wenn Kinder über einen längeren Zeitraum (mehr als drei Monate) andauernd heiser, rauh oder gepresst sprechen.

Beim Versuch, besonders leise, oder auch sehr laut zu werden, bricht die Stimme oftmals ganz ab. Es kann nur noch flüsternd fortgefahren werden. Viele Kinder berichten über Kratzen, Brennen oder Beengungsgefühle im Halsbereich.

Durch häufiges Husten oder Räuspern versuchen sie, etwas dagegen zu unternehmen, strapazieren ihre Stimme aber so nur noch zusätzlich. Beim Singen ist die Fähigkeit, die Stimme höher oder tiefer zu führen, eingeschränkt. Melodien können nicht mehr sicher nachgesungen werden.

Wegen ihrer heiseren Stimme werden die Kinder oft schlecht verstanden und daher aufgefordert, lauter und deutlicher zu sprechen. Im Bemühen darum wenden sie meist noch mehr schädlicher Sprechanstrengung auf.

Teilweise klingen ihre Äußerungen bedingt durch ihre Heiserkeit auch viel aggressiver als sie es selber beabsichtigen. Es kommt beim Gegenüber zu Missverständnissen und zu von den Kindern nicht erwarteten Reaktionen.

Zwangsläufig erleben sie so Kommunikation als etwas Negatives, dem sie durch Schweigen auszuweichen versuchen. Viele Kinder empfinden die Kritik an ihrer Stimme (u.a. den Vergleich mit Kettenrauchern oder heiseren Film- und Gesangsgrößen) als Ablehnung ihrer Person. Sie fühlen sich gekränkt und verunsichert. Als Folge ziehen sie sich ängstlich zurück oder machen sich durch Aggressivität Luft.

Auslöser sind häufiges Schreien, sowie wiederholte Infekte im Rachenbereich.

Therapie:

Eine erste Maßnahme in der Therapie bei kindlichen Stimmstörungen ist, bei den Kindern die Wahrnehmung für ihre eigene Stimme zu schulen und den Unterschied zwischen Laut und Leise hören und spüren zu lernen.

Während der Stimmtherapie sollen die Kinder lernen, die eigene Körperspannung, die Atmung und die Stimme wahrzunehmen und zu lenken. Über spielerische Übungen soll der Stimmklang so normalisiert werden.

Die Eltern werden gleichzeitig beraten, um den Kindern durch entsprechende Rückmeldung die Wahrnehmung der eigenen Stimme im Alltag zu erleichtern.

Eine logopädische Therapie ist daher sehr sinnvoll, um auch Folgeschäden am Stimmorgan zu vermeiden.

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